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Brennweite und Zoom

Die meisten kompakten Digitalkameras verfügen über einen optischen und einen digitalen Zoom. Der optische Zoomfaktor berechnet sich aus dem Verhältnis der maximalen zur minimalen Brennweite. So verfügt beispielsweise eine Kamera mit einer Brennweite von 28 bis 140 Millimeter über einen optischen 5fach-Zoom (28 mm x Faktor 5 = 140 mm).

Durch den optischen Zoom kann man die Brennweite des Objektivs verstellen. So kann man exakt den Bildausschnitt heranholen bzw. in die Ferne schieben, den man gern aufnehmen möchte. Der Wert für den optischen Zoom ist auch der, auf den Sie besonders achten sollten. Bei ihm gibt es keine Qualitätsverluste, weil die volle Größe des Bildsensors ausgenutzt wird.

Beim digitalen Zoom wird dagegen lediglich ein Bildausschnitt auf dem Sensor elektronisch vergrößert (bzw. hochgerechnet). Aus einem Bildpixel werden so z. B. vier gemacht. Dadurch werden die Bilder grobkörnig, es kommt zu einem merkbaren Qualitätsverlust. Lassen Sie sich darum nicht von großen Zahlen des digitalen Zooms beeindrucken, denn auf den optischen kommt es an.

Standard bei kompakten Kameras ist ein optischer 4- bis 5-facher Zoom, dessen Brennweitenspektrum sich meist zwischen 28 und 112 mm bzw. 28 und 140 mm (umgerechnet auf analoges Kleinbild) bewegt. Wenn Sie mit Vorliebe Landschafts- und Architekturaufnahmen machen oder viel in Innenräumen fotografieren, dann ist der Weitwinkelbereich für Sie wichtig, also eine kurze Anfangsbrennweite von 24 bis 28 mm. Erfreulich, dass immer mehr Hersteller die Praktikabilität einer kurzen Brennweite erkennen. Immer öfter findet man starke Weitwinkel in allen Preisklassen, wenn auch zum Teil nur mit starker Verzeichnung (Verzerrung durch den großen Blickwinkel).

Digitalkameras - Brennweite und Zoom
28 mm Brennweite

Digitalkameras - Brennweite und Zoom       Digitalkameras - Brennweite und Zoom

55 mm Brennweite                                                               105 mm Brennweite

Wer lieber in die Ferne schaut, also ein starkes Telezoom braucht, sollte sich in der Klasse der Bridgekameras [auch bekannt als Superzoomkameras oder Reisekameras] umsehen. Zwar bieten auch kompakte Digitalkameras in Ausnahmefällen Zoomfaktoren von 18x bis 20x, aber in der Bridgeklasse sind 26x und mehr Standard, was enorme Gestaltungsfreiheiten bei der Motivwahl gewährt. Mittlerweile gibt es sogar Bridgemodelle mit 42fach-Zoomobjektiv, also einem Brennweitenspektrum von 24 bis 1000 mm. Diese Zoomriesen sind allerdings auch deutlich größer als ihre kompakten Schwestern. Wem es auf eine kleine, handliche Kamera ankommt, sollte sich also mit einem kleineren Zoom begnügen.

Spiegelreflexkameras besitzen potentiell das größte Brennweitenspektrum, da sie den Wechsel von Objektiven erlauben. Je nach Aufnahmesituation kann der Fotograf beispielsweise zwischen speziellen Tele-, Weitwinkel- oder Makro-Objektiven wählen. Wer nicht ständig das Objektiv wechseln will, der kann auf Megazoom-Objektive zurückgreifen. Problem: Objektive sind teuer. Besonders Teleobjektive in guter Qualität kosten gerne dreimal so viel wie eine Bridgekamera, die Kameragehäuse, Weitwinkel und Tele in einem bieten kann.



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