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Ausstattung

Hier finden Sie eine Reihe von Ausstattungsmerkmalen heutiger Kameras.

Weißabgleich

Licht hat unterschiedliche Farben. Unser Auge passt sich daran so schnell an, dass wir das selten bemerken, doch die Kamera muss dafür erst einen Weißabgleich vornehmen. Tageslicht z.B. hat einen hohen Blau-Anteil. Damit Weiß keinen Blaustich bekommt, muss die Kamera mit einem Rot-Filter gegensteuern.

Die meisten Kameras führen einen automatischen Weißabgleich durch, oder man wählt im Menü eine Lichtquelle, für die die Kamera Voreinstellungen bietet. Viele Kameras ermöglichen auch einen manuellen Weißabgleich.

Gesichtserkennung

Dieses praktische Ausstattungsmerkmal ist inzwischen in fast jeder Kamera zu finden. Erkennt die Kamera ein Gesicht, passt es Schärfe und Belichtung darauf zugeschnitten an. Einige Digitalkameras bieten sogar eine Personenerkennung. So können z.B. automatisch Ordner von allen Fotos angelegt werden, auf denen eine bestimmte Person zu sehen ist.

Bildstabilisator

Ebenfalls die Norm bei fast allen Kameras ist inzwischen der Einbau von optischen Bildstabilisatoren, mit denen Verwackelungen vermieden werden können. Wie das funktioniert? Linsengruppen im Objektiv sind beweglich aufgehängt und kompensieren mit Hilfe von Motoren Zitterbewegungen der Hand. Nicht selten werden auch mechanische Bildstabilisatoren verbaut. Hier ist der Bildsensor der Kamera beweglich aufgehängt.

Ein Bildstabilisator ist vor allem bei Teleaufnahmen, also bei ausgefahrenem Zoom sinnvoll. Bei langer Brennweite und/oder langer Belichtungszeit bräuchte man schon eine extrem ruhige Hand, um scharfe Bilder zu erzeugen. Mit einem Bildstabilisator sind solche Aufnahmen – bis zu einem gewissen Maß – auch ohne Stativ möglich.

Nicht wenige Kamera-Hersteller werben auch mit elektronischen Bildstabilisatoren. Aber Vorsicht, hier wird nur mit einem technischen Trick gearbeitet. Beim elektronischen Verwackelungsschutz wählt die Kamera eine höhere Lichtempfindlichkeit in Verbindung mit einer kürzeren Verschlusszeit. Verwackelungen lassen sich so durchaus vermeiden, allerdings resultiert das "Hochschrauben" der Lichtempfindlichkeit auch in erhöhtem Farb- und Bildrauschen. Ein elektronischer Bildstabilisator ist daher weniger empfehlenswert als einer, der optisch oder mechanisch arbeitet.

Lichtstärke

In puncto kürzere Belichtungszeit ist auch die Lichtstärke des Zoomobjektivs interessant. Dabei gilt: je kleiner der Anfangswert (z.B. f2), desto höher die Lichtstärke. Hohe Lichtstärke bedeutet, dass das Loch, durch das Licht auf den Sensor fallen kann (die "Blende" genannt), besonders groß ist. Ein größeres Loch bedeutet mehr Licht, und das bedeutet eine kürzere Belichtungszeit. Also lässt eine hohe Anfangslichtstärke von f2 oder f2,8 die Kamera eher niedrige ISO-Empfindlichkeiten wählen. Leider bieten viele Kameras aber nur eine Anfangslichtstärke von f3,5. Dies hat zur Folge, dass die Kamera bei wenig Licht schneller auf höhere ISO-Werte zurückgreifen muss.

Eine weitere Eigenschaft hoher Lichtstärke – also kleiner Blendenzahlen – ist die selektive Schärfe. Bei f2,8 ist die Schärfeebene kleiner als bei f5,6. Das ist z.B. im Makromodus wichtig, wenn man ein bestimmtes Detail scharfstellen und den Rest in Unschärfe verschwimmen lassen will. Auch Porträts wirken schöner, wenn der Hintergrund unscharf ist.

Touchscreen

Bei Digitalkameras mit Touchscreen handelt es sich meist um Modelle, die eher für Drauflosknipser konzipiert sind. Die Bedienung orientiert sich häufig an Handys mit Touchscreen. Während in der Anfangszeit dieser Technologie oft die schlechte Reaktionszeit bemängelt wurde, scheint das heute kein Problem mehr zu sein. Besonders gefallen diese Kameras in den Tests immer wieder durch die einfache Art des manuellen Scharfstellens: dafür tippt man das Motiv auf den Touchscreen einfach an, den Rest erledigt die Kamera.

Serienbild-Modus

Vor allem bei bewegten Motiven macht es Sinn, mehrere Aufnahmen in schneller Folge zu machen. Dazu gehören z.B. Kinder, Tiere oder Sport. Hier kommt der Serienbild-Modus zum Einsatz, den inzwischen die meisten Digitalkameras bieten. Allerdings zeigen sich auch hier deutliche Unterschiede in Seriengeschwindigkeit und der darauffolgenden Wartezeit. Bei manchen Geräten liegt die Geschwindigkeit im Serienbild-Modus nur bei zwei Bildern pro Sekunde, schnellere Kameras bringen fünf Bilder pro Sekunde zustande. Inzwischen gibt es in der Klasse der kompakten Digitalkameras auch echte Serien-Spezialisten, die wahre Bewegungsstudien mit z.B. 120 Bildern in der Sekunde ermöglichen. Einige Geräte müssen hingegen schon nach drei Bildern erst einmal eine Zwangspause von mehreren Sekunden einlegen, andere Kameras schaffen unbegrenzt viele Bilder in Folge. Hier hilft nur ein Blick auf Testberichte oder unsere Auswertungen.

Tipp: Die Qualität der Serienbildfunktion wird von einer hohen Speicherkapazität und einem schnellen Speichermedium unterstützt.

Motivprogramme

Nicht jeder hat Lust, vor jedem Foto die passenden Einstellungen manuell zu tätigen. Wer trotzdem qualitativ anspruchsvollere Fotos machen möchte, kann sich beruhigt auf die Motivprogramme und die intelligente Automatik verlassen. Die Motivprogramme bieten Voreinstellungen für verschiedene typische Foto-Situationen. Die jeweiligen Einstellungen von Blende, ISO, Verschlusszeit usw. sind dann schon an die jeweilige Situation angepasst, d.h. sie werden von der Kamera automatisch reguliert. Hier hat man z.B. "Landschaft", "Sport", "Porträt", "Sonnenuntergang" oder "Nacht" zur Auswahl. Inzwischen ist neben der klassischen Vollautomatik in allen neuen Kameras die sogenannte Intelligente Automatik zu finden, die aus den vorhandenen Motivprogrammen automatisch das passende heraussucht.

Noch nicht ganz Motivprogramm, aber auch noch nicht kompletter Spielkram sind einige neue Programme, die immer häufiger zu finden sind. Darunter fallen die Modi "Miniaturisierung" (starke Unschärfe von Vorder- und Hintergrund, so dass Ansichten aussehen, als wären sie in einer Modelleisenbahn-Landschaft aufgenommen), "HDR" (High Dynamic Range, eine Erweiterung des abgebildeten Hell-Dunkel-Spektrums), "Panorama" (hier unterscheiden sich die Kameras darin, ob sie nur eine Hilfe bieten, um ein späteres Zusammenfügen zu erleichtern oder die Bilder bereits in der Kamera zusammenrechnen)  oder "Porträt freistellen" (dabei wird ein unscharfer Hintergrund simuliert, als ob das Foto mit einer großen Blende aufgenommen worden wäre).

Makro

 

Um Nahaufnahmen von Blüten oder Insekten formatfüllend einfangen zu können, muss die Kamera über eine gute Makrofunktion verfügen, d.h. sie muss das Bild auch bei sehr geringem Abstand zum Objekt noch scharf stellen. Die Naheinstellgrenze sollte mindestens bei 5 cm liegen. Aber auch 1 cm ist in der Klasse der kompakten Digitalkameras und Bridgekameras oft zu finden – wer sich für Makrofoktos interessiert, sollte hier keine Kompromisse eingehen.

Digitalkameras - Ausstattung

Videomodus

Mit den meisten kompakten Digitalkameras lassen sich auch bewegte Bilder einfangen. Die Videoqualität kann aber in Ton und Bild stark  variieren. Wer seine Digitalkamera als Camcorder-Ersatz benutzen möchte, sollte darauf achten, dass der optische Zoom während des Videodrehs zur Verfügung steht. Und wenn während des Filmens tatsächlich gezoomt werden kann, sollte darauf geachtet werden, dass das Geräusch des Zoom-Motors nicht zu laut ist. Einige Hersteller haben inzwischen die Qualität der Aufnahmen in Bild und Ton durch ein Aufrüsten von VGA (640 × 480) zu HD-Video deutlich verbessert. Damit ist eine Auflösung von 1280 × 720 oder im Falle von FullHD mit 1920 x 1080 Pixeln möglich. Die Mehrzahl der aktuellen Kameramodelle zeichnet Videos mit 30 Bildern pro Sekunde auf.

Für Hobby-Filmer sind auch digitale Spiegelreflexkameras mit Videofunktion interessant. Hier steht oft das ganze Spektrum manueller Einstellungsmöglichkeiten und die Vielfalt der Wechselobjektive zur Verfügung, dazu oft ein Anschluss für ein externes Stereo-Mikrofon. Eine vergleichbare Filmkamera-Ausrüstung kostet in der Regel um einiges mehr.

Blitz

Nahezu alle kompakten Digitalkameras haben einen eingebauten Blitz. Um damit gut arbeiten zu können, sollte dieser auch manuell gesteuert, d.h. bei Bedarf zu- oder abgeschaltet werden können. Ein Vorblitz zur Vermeidung roter Augen ist inzwischen Standard. Einige hochwertige Kompakte sind mit einem Zubehörschuh ausgerüstet, auf dem ein externer Blitz angebracht werden kann.

Schwenkbares Display

Bei einigen Kameras kann das Display ausgeklappt und gedreht werden. So lassen sich Motive aus schwierigen oder ungewöhnlichen Blickwinkeln aufnehmen. Für Aufnahmen aus Bodenhöhe muss der Fotograf sich z.B. nicht mehr hinlegen, und um über Köpfe oder Zäune zu fotografieren, kann das Display nach unten geschwenkt werden. Was zuerst als Spielerei in einigen Kompakten eingebaut war, findet seinen Weg zunehmend in gehobene Digitalkamera-Klassen und Spiegelreflex-Gehäuse.

Stativgewinde

Ein Stativ ist in vielerlei Situationen sinnvoll, z.B. wenn der Fotograf per Selbstauslöser mit aufs Foto will. Auch bei langer Belichtungszeit oder langer Brennweite hilft ein wackelfester Stand. Ein hochwertiges Stativgewinde ist bei Kompaktkameras jedoch eher selten zu finden. Wenn vorhanden, ist es oft aus Plastik. Das ist nicht ganz ungefährlich, denn ein zu festes Eindrehen auf die Gewindeschraube des Stativs kann das Gehäuse zum Platzen bringen.

GPS

Viele Kameras bieten inzwischen ein GPS-Modul, um während des Fotografierens den Aufnahmeort zu lokalisieren. Geotagging und das Einfügen von Bildern bei Google Earth sind beliebt, und hierfür ist diese Spielerei eine große Hilfe. Einige wenige Digitalkameras gehen noch einen Schritt weiter und bieten Landkarten und Reiseführer. Hier ist noch Entwicklungsspielraum nach oben. Kritisiert wird häufig der mäßige Empfang der GPS-Module in den Kameras. In fast jedem Test wird der regelmäßig abbrechende Satellitenkontakt mokiert.

Wasserdichtes Gehäuse

Frühere Kameramodelle dieser Art waren mit einer Tauchtiefe von maximal 3 m kaum mehr als ein netter Spaß für das Freibad. Doch haben wasser- und stoßfeste Kameras die Spielzeugecke längst verlassen: Mit Tauchtiefen über 10 m und einem fallsicheren, stoßfesten und frostsicheren Gehäuse sind die besseren Modelle dieser Klasse ernstzunehmende Begleiter für Extremsportler und Sporttaucher. Auch in puncto Bildqualität leisten diese Kameras inzwischen ausgezeichnete Arbeit. Und für noch eine Zielgruppe sind diese Digitalkameras interessant: Familien, in denen auch die kleineren Kinder mal die Kamera in die Hand nehmen dürfen.

 



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