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Die richtige Konfiguration

Bei der Beschreibung der Bauteile wurde schon klar, dass alle Komponenten untereinander interagieren. Es ist nicht möglich, sich in jeder Kategorie jeweils unabhängig voneinander für ein Produkt zu entscheiden und daraus dann ein stabiles geschweige denn effektives System zu bauen. Das fängt bei der CPU an, die durch den verwendeten Sockel auch die Auswahl des Mainboards einschränkt, und hört bei einer leisen, passiv gekühlten Grafikkarte auf, die neben einem lärmenden DVD-Laufwerk keinen Sinn macht.

Es empfiehlt sich, zuerst ein Anforderungsprofil für den PC zu erstellen. Eine eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht oder kostet zumindest eine Unsumme. Aber der PC muss auch nicht alles leisten können, wenn er individuell auf die eigenen Bedürfnisse eingestellt ist. Ein reiner Multimedia-PC muss kein Grafik-Monster sein. In dieser individuellen Konfigurierbarkeit liegt auch der größte Vorteil gegenüber einem PC von der Stange.

Im ersten Teil dieses Abschnitts werden die verschiedenen Disziplinen vorgestellt, in denen ein PC brillieren kann. Außerdem werden die Komponenten aufgelistet, die für das Erreichen dieses Ziels besonders wichtig sind. Im zweiten Teil werden einige grundlegende Arten von PCs definiert und in welchen Feldern diese besonders gut sein müssen. Den Abschluss bildet dann ein kleiner Leitfaden, wie auch der PC in einigen Jahren aktuell gehalten werden kann.

In welchen Disziplinen kann ein PC sich beweisen?

Rechenleistung

Desktop Computer - Die richtige Konfiguration

Die Rechenleistung ist entscheidend dafür, wie schnell ein PC ist, also wie schnell er Berechnungen durchführen kann. Je komplexer das Programm, desto mehr Systemressourcen werden benötigt. Das Betriebssystem, ohne das es nicht geht, verbraucht selbst schon einen Teil der Systemleistung und dieser Teil wird mit jeder neuen Version größer. Gerade Microsofts Windows verbraucht mit jeder neuen Version mehr der zur Verfügung stehenden Leistung. So benötigt Windows Vista beispielsweise rund 30% mehr Leistung als Windows XP. Deshalb muss der Computer eine gewisse Rechenleistung mitbringen, um noch mit zeitgemäßen Programmen zu laufen.

Viele Programme brauchen darüber hinaus kaum Leistung. Mp3-Player, Textverarbeitung und Internet-Browser sind sehr genügsame Anwendungen, für die es prinzipiell auch ein zehn Jahre alter PC tun würde. Man sollte sich also genau fragen, wieviel Leistung überhaupt unter der Haube stecken muss.
Unterschiedliche Programme fordern die verschiedenen Bauteile unterschiedlich stark.

Die meisten Programme fordern die CPU besonders. Je besser die CPU ist, desto besser läuft das Programm. Wissenschaftliche und Büroprogramme profitieren besonders von einem schnellem Hauptprozessor. Andere Anwendungen wie Videoschnitt oder Bildbearbeitung benötigen zudem auch einen großen Arbeitsspeicher, um die anfallenden Datenmengen effektiv zwischenspeichern zu können. 3D-Anwendungen wie Spiele, Multimedia-Programme oder CAD-Tools benötigen zusätzlich zu einer guten Kombination aus CPU und RAM auch noch eine potente Grafikkarte. Bei der Grafikleistung ist auch noch auf weitere Anforderungen zu achten, weswegen darauf gleich im Detail eingegangen wird.

Um die Rechenleistung für 2D-Anwendungen zu erhöhen reicht es nicht, einen möglichst guten Hauptprozessor zu verwenden. Dieser ist zwar das maßgebliche Bauteil, aber wenn irgendwo anders ein Flaschenhals im System existiert, kann auch die beste CPU ihre Muskeln nicht spielen lassen. Das Mainboard sollte auf einem ähnlichen technischen Stand sein wie die CPU. Auch der Arbeitsspeicher darf nicht zu knapp ausfallen. Eine schnelle Festplatte kann bei gewissen Anwendungen ebenfalls einen Leistungsgewinn bringen, ist im Vergleich zu CPU, RAM und Mainboard aber eher zweitrangig. Am wichtigsten ist, bei der Planung darauf zu achten, dass alle Komponenten gleichwertig sind. Ist auch nur eine leistungsschwächer als der Rest, so fällt die Systemleistung auf das Niveau des schwächsten Gliedes. Drei mittelmäßige Komponenten ergeben ein schnelleres System als zwei gute und eine schlechte.



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