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Datenverwaltung, Videobearbeitung, Erweiterbarkeit und Preis

Bei einem PC kann der Schwerpunkt auch auf die Datenverwaltung gelegt werden. Ein solcherart optimierter PC soll viele Daten speichern und diese auf möglichst viele Medien möglichst zügig übertragen können. Die Datensicherheit ist ein weiterer wichtiger Faktor.

Man braucht als erstes eine große Festplatte. Noch besser ist es, gleich mehrere SATA-II-Festplatten im RAID-Verbund einzusetzen und darauf zu achten, dass diese neben einer hohen Kapazität auch eine hohe Datenrate habe. Dies setzt ein passendes Mainboard mit RAID-Funktionalität voraus. 

Die Festplatten werden von einem oder mehreren Laufwerken unterstützt, die die Medien auslesen und beschreiben. Auch hier empfiehlt es sich, gleich auf die doppelte Anzahl an Laufwerken zu setzen. Das kostet nicht viel mehr, bringt aber z.B. beim Kopieren von DVDs deutliche Zeitersparnisse, wenn die Daten nicht erst auf der Festplatte zwischengespeichert werden müssen. So viele Laufwerke kann nicht jedes Gehäuse beherbergen, weswegen speziell auf die Anzahl der zur Verfügung stehenden Einschübe zu achten ist.

Video

Sollen über den PC öfter Filme betrachtet werden, gilt es, einige Dinge zu beachten. Normale DVD-Filme kann jeder PC mit dem passenden Programm und einem DVD-Laufwerk abspielen. Doch die Qualität lässt unter Umständen zu wünschen übrig. Der Monitor sollte nicht per VGA, sondern per DVI- oder sogar HDMI-Schnittstelle angeschlossen werden. Dazu braucht nicht nur der Monitor, sondern auch die Grafikkarte den entsprechenden Anschluss. Für das volle Heimkinoerlebnis braucht man natürlich auch Dolby Surround, was wiederum eine Soundkarte voraussetzt, wenn man keine Abstriche bei der Qualität machen möchte. 

Hochauflösende Filme stellen eine zusätzliche Herausforderung dar. Eine veraltete CPU schafft es nicht mehr, mit der Decodierung des Bildmaterials mitzuhalten, und der Film kann nur stotternd oder überhaupt nicht wiedergegeben werden. Eine schnelle CPU ist also Pflicht. Noch besser ist es, eine Grafikkarte zu verwenden, die diese Aufgabe übernimmt. Ein einfacher DVI-Anschluss wiederum reicht nicht mehr aus, um die Datenmenge zum Monitor zu schicken. Deshalb muss die Grafikkarte über einen Dual-DVI oder HDMI-Anschluss verfügen. Sollen kopiergeschützte Medien wiedergegeben werden, müssen die Anschlüsse zudem noch HDCP unterstützen. Da hochauflösende Filme nur per Download oder Blu Ray vertrieben werden, ist ein Blu Ray Laufwerk oder schneller Internetzugang Pflicht.

Weitere gute Ergänzungen, um den PC zu einem Multimedia-Spezialisten zu machen, sind eine TV-Karte, um nicht nur Filme sondern auch das tägliche Fernsehprogramm über den Computer wiedergeben zu können und eine schnelle Festplatte, um Sendungen jederzeit aufnehmen zu können. Eine schnelle CPU mit mindestens zwei Kernen zahlt sich hier aus, da das Aufzeichnen von Videosignalen sehr rechenintensiv ist.

Erweiterbarkeit

Die technologische Entwicklung wird immer schneller und niemand kann mit Sicherheit sagen, welche Produkte in wenigen Jahren den Markt beherrschen. Will man nicht das Risiko eingehen, sich einen neuen PC kaufen zu müssen, weil der Fortschritt einen überholt, sollte man darauf achten, den PC flexibel zu halten.

Konkret bedeutet dies, dass der Computer über möglichst viele Schnittstellen verfügen sollte. Vor allem die neuesten Schnittstellen sind wichtig, auch wenn sie heute noch keine große Bedeutung haben. SATA statt PCI ist fast schon Pflicht. Bei den Videoschnittstellen sollte ein HDMI-Anschluss vorhanden sein, auch wenn der aktuelle Monitor noch über DVI angeschlossen wird. Des weiteren zahlt es sich aus, wenn noch genügend Schnittstellen unbelegt bleiben, damit man den Computer jederzeit erweitern kann. Im Gehäuse muss natürlich ausreichend Platz vorhanden sein. Auch das Netzteil sollte noch Kapazitäten frei und nicht mit den jetzigen Komponenten schon alle Hände voll zu tun haben.

Preis

Hätte man eine unbegrenzte Geldmenge zur Verfügung, ließe sich ein PC zusammenstellen, der in fast allen Bereichen überragend wäre. Meistens ist der Kaufpreis jedoch durchaus ein vorrangiges, wenn nicht gar das entscheidende Kriterium. Je besser ein PC in einem Gebiet sein soll, desto teurer wird er. Besonders kostenintensiv sind die Bereiche Video und Grafikleistung, dicht gefolgt von Rechenleistung. Eine Optimierung des Stromverbrauchs geht als einziges oft mit einem sinkenden Preis für den kompletten PC einher, da weniger leistungsstarke und damit günstigere Komponenten oft auch sparsamer im Verbrauch sind.

Je besser der PC in einem Gebiet werden soll, desto kleiner wird der Leistungsgewinn pro zusätzlich investierten Euro. Bekommt man für 100 anstatt 50 Euro noch eine Grafikkarte, die doppelt so schnell ist, muss man für eine Grafikkarte, die noch einmal doppelt so schnell ist, nicht 200 Euro hinblättern sondern 350 und mehr. Irgendwann erreicht man einen Bereich, indem man eine Unsumme für eine fast unmerkliche Verbesserung bezahlt. Rational lässt sich dies nicht mehr begründen.

Den PC genau auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen, ist der einfachste Weg, den Preis zu senken. Soll der PC nur dazu da sein, Emails abzurufen und ab und an ins Internet zu gehen, wozu dann eine teure Grafikkarte einbauen?



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