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Manuelle Einstellungsmöglichkeiten

Was die kreative Bildgestaltung betrifft, bietet die Bridgekamera-Klasse meistens wesentliche Vorteile gegenüber Kompaktmodellen. Hier sollte man berücksichtigen, was man als Fotograf möchte. Will man einfach nur auf das Motiv zielen, abdrücken und das Ergebnis bewundern, dann reicht eine Bridgekamera mit reiner Automatik. Sobald man aber auch nur etwas Einfluss auf das Ergebnis nehmen möchte, empfiehlt sich die Möglichkeit, bei der sich Belichtungszeit und Blende manuell einstellen lassen: sogenannte manuelle Belichtungsoptionen oder -einstellungen.

Bridgekameras - Manuelle Einstellungsmöglichkeiten

Über ein kleines Drehrad kann schnell auf die Programmautomatik (P), die Zeitautomatik (A), die Blendenautomatik (S) und die manuelle Belichtungssteuerung (M) zugegriffen werden. Das ist die klassische PASM-Aufteilung. Wer nicht experimentieren will,verlässt sich auf die Automatik – im Falle der Panasonic Lumix DMC-FZ38 handelt es sich um eine intelligenteAutomatik (iA), die unterschiedliche Motive und Lichtsituationen zu berücksichtigen weiß.

Es ist also auch eine Typ-Frage, ob man eine Kamera mit manuellen Einstellungsmöglichkeiten braucht. Die Vollautomatiken sind inzwischen so gut, dass sie sogar zwischen unterschiedlichen Lichtsituationen und Motiven unterscheiden können. Also wird man, wenn man auf diesen Modus zurückgreift, nur sehr selten schlechter belichtete Fotos erhalten, als wenn man alles manuell eingestellt hätte. Ganz im Gegenteil, denn gerade am Anfang ist es ganz schön kniffelig, auf Anhieb die richtige Belichtung hinzubekommen.

Andererseits hat man mit manuellen Einstellungen die Möglichkeit, da weiterzumachen, wo die Kamera-Automatik versagt. Und selbst wenn man sich bislang weniger intensiv mit der Fotografie auseinandergesetzt hat, steht einem mit einer solchen Kamera noch die Möglichkeit offen, sich weiterzubilden.

Die wenigsten Kompakten bieten die Möglichkeit einer manuellen Belichtung, und dazu muss man einige Einschränkungen in Kauf nehmen, wie z.B. eine sehr kleine Auswahl an Blendengrößen (meist hat man nur die Wahl zwischen "ganz auf" und "ganz zu") oder eine kompliziertere Einstellung über das Menü. Bei Bridgekameras gestaltet sich die Bedienung meist komfortabler als bei Kompaktkameras, weil diese sich an der Bedienung von SLRs orientiert. Meist kann man direkt über ein Drehrädchen auf die entsprechenden Parameter für die manuelle Belichtung zugreifen. Es muss jedoch betont werden, dass die Einstellungsmöglichkeiten einer Bridgekamera begrenzter bzw. leistungsschwächer sind als die einer Spiegelreflexkamera:

Bridgekameras - Manuelle Einstellungsmöglichkeiten

Langzeitbelichtung

So sind zum Beispiel Langzeitbelichtungen bei Nachtaufnahmen generell nur eingeschränkt möglich; meist lassen Bridgekameras Belichtungszeiten von maximal 30 Sekunden zu. Die wenigsten sind mit einer Bulb-Funktion (d.h. es wird so lange belichtet, wie der Auslöser der Kamera gedrückt bleibt) ausgestattet. Eine Erklärung für die eingeschränkte Langzeitbelichtungsfunktion ist bei den Sensoren zu suchen. Diese heizen sich bei längeren Belichtungszeiten stark auf; das wiederum begünstigt das Auftreten von falschfarbigen Pixeln (sogenannte Hotpixel). Deshalb werden Sensoren in digitalen Spiegelreflexkameras teilweise gekühlt. Eine solche Lösung ist jedoch für die Bridgekamera-Klasse zu kostenintensiv oder nicht umsetzbar.

Bridgekameras - Manuelle Einstellungsmöglichkeiten

Schärfentiefe

Vereinfacht gesagt hat die Sensorgröße auch Einfluss auf die Schärfentiefe. Je größer der Sensor, desto kleiner kann der scharfe Bereich eingestellt werden. Da eine Bridgekamera mit einem kleineren Sensor ausgestattet ist, wird mit ihr eine höhere Schärfentiefe erzielt als mit einer Spiegelreflexkamera. Das ist dann wünschenswert, wenn das ganze Motiv von vorn bis hinten scharf sein soll. Nachteilig ist die hohe Schärfentiefe allerdings, wenn aus bildgestalterischen Gründen nur begrenzte Bereiche des Bildes scharf sein sollen, zum Beispiel das Gesicht bei Porträtaufnahmen oder bei Makromotiven.



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