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Technik: Worauf sollte man beim Kauf achten?

Speicherkapazität

Die Speicherkapazität eines MP3-Players wird in Megabyte (MB) bzw. Gigabyte (GB) angegeben. Ein Gigabyte entspricht 1024 Megabyte.

Unter den kleineren und preisgünstigeren MP3-Playern gibt es immer weniger Geräte, deren maximale Speicherkapazität bei lediglich 512 MB liegt. Mittlerweile verfügen die meisten MP3-Player mit Flash-Speicher über eine Kapazität von 4 bis 8 GB. Die Grenze für Flash-Speicher-Spieler liegt momentan bei 32 GB. Die etwas größeren und teureren Player mit integrierter Festplatte können über eine Speicherkapazität von bis zu 160 GB verfügen.

Generell gilt: Je mehr Gigabyte der MP3-Player hat, desto mehr Lieder kann er speichern. Aber aufgepasst! Neben der Liedlänge beeinflussen auch das gewählte Speicherformat sowie die Komprimierung der Musikdateien [mehr dazu unter b) Speicherformate] die Zahl der Musiktitel, die auf dem Gerät gespeichert werden kann. Je höher die Qualität eines Liedes, desto größer ist die Datei und desto mehr Platz benötigt sie folglich auf dem MP3-Player. Das bedeutet für Sie, dass die Anzahl der Musiktitel, die Sie auf Ihrem Gerät speichern, variieren kann.

Internationaler Standard für Musikdateien ist das MP3-Format. Hier eine Übersicht über die Anzahl der Titel und die gesamte Laufzeit, wenn Sie das MP3-Format (bei einer Komprimierung mit einer Datenrate von 128 bzw. 196 Kbit/s) gewählt haben:

Speicherkapazität Anzahl Lieder* (Datenrate von 128 kbit/s, niedrige Qualität) / Spieldauer

Anzahl Lieder* (Datenrate von 196 kbit/s, hohe Qualität) / Spieldauer

1 GB 250 Lieder / 17 h 150 Lieder / 12 h
2 GB 500 Lieder / 35 h 300 Lieder / 24 h
4 GB 1.000 Lieder / 70 h 600 Lieder / 48 h
8 GB 2.000 Lieder / 140 h 1.200 Lieder / 96 h
16 GB 4.000 Lieder / 280 h 2.400 Lieder / 192 h
30 GB 7.500 Lieder / 500 h 4.400 Lieder / 360 h
60 GB 15.000 Lieder / 1000 h 8.800 Lieder / 720 h

* mit einer durchschnittlichen Länge von 4 Minuten

Speicherformate (Komprimierung, Bitrate)

Ein MP3-Player spielt digital gespeicherte Audiodateien ab. Das bekannteste digitale Audioformat – und zugleich Namensgeber für die kleinen Abspielgeräte – ist MP3. Bei der Digitalisierung zu MP3 werden die Ursprungsdaten (die z.B. von einer Audio-CD stammen können) komprimiert. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das, dass MP3 die Ursprungsdaten reduziert, bestimmte Toninformationen werden weggelassen. Da es sich dabei um Toninformationen handelt, die das menschliche Gehör nicht hört (zumindest nicht bewusst), ist der Qualitätsverlust für unsere Ohren nicht bzw. kaum wahrnehmbar. Der Vorteil: Durch die Komprimierung verringert sich die Dateigröße erheblich. So benötigt MP3 pro Spielminute lediglich 1 MB Speicherkapazität. Bei einer unkomprimierten WAV-Datei werden hingegen 10 bis 12 MB Kapazität verbraucht. Im Vergleich zu WAV erlaubt also das MP3-Format das Speichern von sehr viel mehr Musiktiteln auf einem MP3-Player.   

MP3 ist jedoch nicht gleich MP3. Die Klangqualität einer MP3-Datei ist abhängig von der sogenannten Bitrate, der Datenübertragungsgeschwindigkeit (gemessen in Kilobit pro Sekunde [kbit/s]). Je höher die Bitrate, desto besser die Klangqualität einer MP3-Datei. Für die Wiedergabe auf einem MP3-Player reicht eine Datenrate von 128 kbit/s. Für optimalen Hörgenuss auf einer HiFi-Anlage sollten es schon 192 kbit/s, besser noch 256 kbit/s sein. MP3-Dateien mit einer höheren Bitrate beanspruchen aufgrund der größeren Datenmenge aber auch mehr Speicherkapazität

Neben MP3 gibt es noch andere Komprimierungsverfahren bzw. Audioformate wie etwa WMA oder AAC, die ebenfalls von vielen MP3-Player-Modellen unterstützt werden.

Hier die gängigsten Audioformate im Überblick:

MP3 Player - Technik: Worauf sollte man beim Kauf achten?MP3: Eigentlich bedeutet MP3 "MPEG-1 Audio Layer 3" und komprimiert unter geringen Qualitätseinbußen Audiodateien. Das MP3-Format ist das am weitesten verbreitete und älteste Format.

MP3 Player - Technik: Worauf sollte man beim Kauf achten?WMA: "Windows Media Audio" ist ein von Microsoft entwickeltes Format zur Dateikomprimierung. Auch hier gehen beim Kodierungsprozess Daten verloren, aber die Klangqualität wird nicht deutlich hörbar verschlechtert und ist besser als beim MP3-Format.
Das WMA-Format kommt häufig beim legalen Musikdownload zum Einsatz, da es per DRM (Digital Rights Management) kopiergeschützt werden kann. Viele MP3-Player unterstützen daher auch WMA-DRM.

MP3 Player - Technik: Worauf sollte man beim Kauf achten?AAC: "Advanced Audio Coding" ist vor allem als das Format bekannt, das der Apple iPod verwendet. Ähnlich wie WMA unterstützt es die Sicherung von Urheberrechten. Apple setzt dabei seine eigene DRM-Technologie (FairPlay genannt) ein, um die AAC-Downloads aus dem iTunes Music Store zu schützen. AAC komprimiert Musikdaten ähnlich wie MP3. Die Klangqualität ist bei gleicher Dateigröße aber deutlich besser.

WAV / AIFF: Hierbei handelt es sich im allgemeinen um Formate, die Audiodaten als Rohdaten speichern und nicht komprimieren. WAV wird von Windows-Systemen, AIFF von Macs unterstützt.

Weitere Audioformate sind zum Beispiel Ogg oder FLAC. Auch diese Formate zeichnen sich durch gute Klang- und Kompressionseigenschaften aus, sind aber weniger verbreitet. Geräte mit integrierter Festplatte und großem Display können oftmals auch Foto- (z.B. JPEG, PNG, TIFF) oder sogar Videoformate (z.B. AVI, WMV, MOV) wiedergeben.

Akku oder Batterie?

Auch bei der Energieversorgung stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Auswahl. Aufladbare Akkus oder Batteriebetrieb ist hier die Frage. Es ist nicht immer gleich ersichtlich, welches die bessere oder günstigere Variante ist. Ob Akkus oder Batterien hängt grundsätzlich davon ab, wie oft Sie Ihren MP3-Player benutzen.

Akkus haben eine längere Laufzeit als Batterien und können per Netzteil oder USB-Anschluss am PC wiederaufgeladen werden. Mit der Zeit werden die Energiezellen der Akkus jedoch schwächer, insbesondere bei unsachgemäßer Behandlung. Früher oder später muss der Akku dann ersetzt werden. Ein Zweit-Akku ist jedoch ziemlich teuer. Zudem ist der Akku oftmals fest verbaut und lässt sich nicht ohne weiteres auswechseln.

Batterien haben eine kürzere Laufzeit. Sind sie leer, können aber einfach neue Batterien in den MP3-Player eingelegt werden. Sofort kann es weitergehen mit dem Musikgenuss. Bei einem Player mit Akkubetrieb müssen Sie sich erst mal zwei bis vier Stunden gedulden, bis der Akku wieder voll aufgeladen ist.

Fazit: Würde die Laufzeit von Akkus mit Batterien gedeckt werden, wäre dies in der Regel erheblich teurer als ein neuer Akku. Bei seltener Benutzung raten wir daher zum Batteriebetrieb, ansonsten investieren Sie eher in einen MP3-Player mit aufladbarem Akku

Anschluss

Die Mehrzahl der MP3-Player erfordert zum Übertragen von Musik einen PC mit einem USB-Anschluss, seltener den von Apple entwickelten FireWire-Anschluss. Während ältere Geräte noch mit dem langsameren Standard USB 1.1 arbeiteten, setzen neuere MP3-Player auf USB 2.0, mit dem sich Musikdateien wesentlich schneller auf den MP3-Player übertragen lassen. Übrigens verwenden einige Hersteller proprietäre USB-Anschlüsse, so dass das Gerät nicht über ein Standardkabel, sondern nur über ein speziell für das MP3-Player-Modell passende Kabel mit dem PC verbunden werden kann. Das erforderliche Kabel gehört in der Regel aber zum Lieferumfang. Die neueste Generation der MP3-Player besitzt immer öfter auch WiFi und/ oder Bluetooth für die drahtlose Datenübertragung.

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Vorteilhaft ist, dass Betriebssysteme ab Windows 2000 beinahe alle Geräte erkennen, ohne dass man vorher den dazugehörigen Treiber installieren muss.

Foto- und Videofunktion

Einige MP3-Player können neben Musik auch Videos abspielen und Fotos anzeigen. Meistens handelt es sich dabei um Geräte mit integrierter Festplatte, immer öfter aber auch um Modelle mit Flash-Speicher. Günstige Modelle gibt es teilweise schon für unter 150 Euro, meist liegt der Preis für einen solchen Multimedia-Player jedoch bei mindestens 200 Euro

Display

MP3-Player haben unterschiedliche Displays. Modelle mit Flash-Speicher sind meist so klein, dass ihre Displays gerade groß genug sind, um die wichtigsten Titelinformationen (Interpret, Titel, Spieldauer) und die Dateianzahl zu zeigen. Die Flash-Speicher-Geräte, die auch über eine Foto- und Videofunktion verfügen, haben natürlich größere Farbdisplays. Manche Geräte wiederum, wie zum Beispiel der Apple iPod shuffle, haben gar kein Display.

MP3 Player - Technik: Worauf sollte man beim Kauf achten?

Auch der iPod shuffle der zweiten Generation hat kein Display (© Apple)


Festplatten-Geräte sind in der Regel größer und bieten somit auch Platz für ein größeres Display. Aber aufgepasst, hier gibt es qualitative Unterschiede. Möchten Sie einen Player mit Foto- und Videofunktionen nutzen, so sollten Sie auf einen Bildschirm mit guter Auflösung achten. Ein größeres Display erleichtert meist auch die Bedienung des MP3-Players: Die einzelnen Elemente können auf der größeren Fläche übersichtlicher angeordnet werden, die Informationen sind besser zu lesen.

UKW-Radio und Diktierfunktion

Viele der neueren Modelle, vor allem solche mit Flash-Speicher, haben ein integriertes UKW-Radio. Allerdings sind die Empfangseigenschaften meist nur dürftig, da in der Regel die Kopfhörerkabel auch als Antenne herhalten müssen. Eine Radiofunktion ist also lediglich ein angenehmes Extra. Einige MP3-Player können die Radiosendungen außerdem aufnehmen.

Zusätzlich gibt es Modelle, die dank eingebautem Mikrofon auch eine Diktierfunktion zu bieten haben. Hochwertige Live-Aufnahmen von einem Konzert lassen sich damit sicherlich nicht machen, aber für Sprachnotizen oder zur Dokumentation eines Vortrags oder Gesprächs reicht es allemal. 



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