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Neue Grafikkarten von AMD und nVidia

05/2016 · PC-Spieler aufgepasst: Wer demnächst eine Grafikkarte kaufen möchte, sollte die kommenden Wochen besser noch abwarten, denn beide großen Grafikchiphersteller - AMD und nVidia - werden ihre neuen Chipgenerationen vorstellen. eTest beleuchtet die Hintergründe.

Auf dem Grafikkartenmarkt gibt es mit AMD und nVidia nur zwei Anbieter, die mit ihren Produkten in die Gaming-PCs und -Laptops der spielebegeisterten Kundschaft wollen. Regelmäßig bringen beide Hersteller neue Chips auf den Markt, die jene der Konkurrenz in der Leistung oder beim Preis schlagen sollen. Solche neuen Generationen von Grafikchips kommen etwa alle 1-2 Jahre auf den Markt, und diesen Sommer ist es wieder soweit.

Nvidia brachte seine derzeit noch aktuelle Reihe von GPUs unter dem Codenamen „Maxwell“ im Spätsommer 2014 auf den Markt, wo sich die Grafikkarten mit Bezeichnungen wie „GTX 950“ oder „GTX 980“ großer Beliebtheit erfreuten. Grund hierfür waren auch die für nVidia verhältnismäßig niedrigen Preise sowie der gesenkte Stromverbrauch, der auch in einer besseren Übertaktbarkeit resultierte.

AMD stellte den Chips des „grünen Riesen“ (nVidia hat den weitaus größeren Marktanteil) seine Generationen 200 und 300 gegenüber, die zwar nicht so energieeffizient waren, dafür aber häufig deutlich mehr Leistung pro Euro Kaufpreis boten und besonders gut mit den neuen Grafikfeatures von DirectX 12 und dem brandneuen Vulkan klarkam.

Vor diesem Hintergrund also kündigen nun beide Hersteller ihre neuen Grafikkarten an. Gleich aus mehreren Gründen handelt es sich hierbei um die spannendste Entwicklung des Marktes seit vielen Jahren:

- VR: Seit vielen Jahren angekündigt, entwickelt und kräftig in den Medien befeuert, nähern sich nun die sogenannten „Virtual-Reality-Brillen“ mehrerer Hersteller der Marktreife. Die Softwarefirma Valve, Anbieter der beliebten Spieleplattform Steam, arbeitet aktiv an der Entwicklung von Hard- und Software mit, ebenso wie Facebook über seine zugekaufte Tochterfirma Oculus. Diese Innovation könnte den PC-Spielemarkt fundamental umkrempeln. Doch die verzögerungsfreie Darstellung, die für das Anzeigen anspruchsvoller 3D-Inhalte notwendig ist, setzte bisher sehr teure High-End-Grafikkarten voraus. Mit den neuen Generationen schreiben sich AMD und nVidia auf die Fahne, VR mainstreamtauglich zu machen.

- Neue Monitortechnologien: In den letzten Jahren hat sich eine Menge getan im Bereich der PC-Monitore. Einerseits setzen sich langsam immer höhere Auflösungen durch: Full HD (1.920 x 1.080 Pixel) wird abgelöst durch UHD bzw. 4K (3.840 x 2.160 Pixel bzw. 2160p) oder gar noch höhere Auflösungen. Andererseits gibt es einige neue Technologien, die neben der Auflösung auch die Flüssigkeit der Bildsynchronisation oder den Bildkontrast verbessern sollen: nVidias G-Sync oder AMDs Gegenstück FreeSync, dazu HDR. Für diese Verbesserungen werden nicht nur schnelle (sprich: neue) Grafikchips benötigt, sondern auch die neuesten Bildübertragungsstandards. DVI in oder HDMI in einigen älteren Fassungen zum Beispiel reichen für 4K-Auflösungen mit 60 fps nicht aus.

Vor dem Hintergrund der hohen Anforderungen, die an die Grafikkarten von morgen gestellt werden, müssen sich also in den nächsten Wochen die Chips von AMD und nVidia der Fachpresse und später der kritischen Käuferschaft stellen.

 

Bild Neue Grafikkarten von AMD und nVidia

 

Nvidia hat bereits angekündigt, zwei seiner High-End-Modelle „GTX 1070“ und „GTX 1080“ zu nennen und knüpft damit an die bestehende Namensgebung an. Unabhängige Benchmarks zu diesen neuen Modellen gibt es bisher nicht; je näher aber der Marktstart der beiden Karten rückt, desto mehr Informationen werden durchsickern. Der Codename der neuen Karten lautet "Pascal".

AMD hält sich derzeit noch bedeckt, soll aber Gerüchten zufolge Ende Mai zur Computex seine Karten (mutmaßlich die Radeon 400er- Reihe) vorstellen. Sie hören auf den Codenamen "Polaris".

Zumindest für ein paar Wochen noch bleibt es in beiden Lagern spannend – doch wenn die Katze aus dem Sack ist, werden Benchmarks und Praxistests zeigen, wie viel von den Versprechen zu halten ist.

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